KUNSTGESPRÄCH Der Belvedere-Torso
vom archäologischen Rätsel zur Rekonstruktion

Ein Blick hinter die Kulissen im Zusammenspiel von archäologischer Forschung, Kunst und Handwerk mit Alfons Neubauer, der das Projekt geleitet und praktisch umgesetzt hat.
Im Rahmen eines außergewöhnlichen Rekonstruktionsprojekts wurde der berühmte Belvedere-Torso aus den Vatikanischen Museen in Rom in den Restaurierungswerkstätten der Glyptothek München bildhauerisch ergänzt. Das Ergebnis dieses Experiments führte nicht nur zu einer Neubewertung und Neubenennung des Torsos, sondern eröffnete auch neue Perspektiven auf seine Identität – eine Entdeckung, die in Fachkreisen der Klassischen Archäologie für großes Aufsehen sorgte.
Der Bildhauer und Restaurator Alfons Neubauer, der das Projekt mit konzipiert, geleitet und praktisch umgesetzt hat, gibt einen detaillierten Einblick in die Methodik und die besonderen Herausforderungen dieser Aufgabenstellung. Im Mittelpunkt seines Vortrags steht dabei die enge Zusammenarbeit zwischen archäologischer Forschung und bildhauerischer Expertise. Anhand des Rekonstruktionsversuchs wird deutlich, welche Erkenntnispotenziale eine interdisziplinäre Verbindung von Wissenschaft und handwerklich-künstlerischem Fachwissen eröffnen kann.
Der Vortrag bietet spannende Einblicke in die Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Handwerk und zeigt, wie neue Perspektiven auf ein weltbekanntes Kunstwerk zu überraschenden Erkenntnissen führen können.
